SPD stellt Antrag an den Jugendhilfeausschuss!

Die Politik ist keine Eintagsfliege wie ihr wisst, so nimmt der angestoßene Prozess seinen Lauf. Wie ihr ja mitbekommen hattet, gab es vor kurzem einen Antrag der Grünen an den JHA, durch welchen politisch beschlossen wurde, dass am Kornmarkt wieder offiziell geskatet werden kann.

Da aber nicht nur die Grünen mit uns sympathisieren, sondern auch andere Parteien sich redlich für uns einsetzten und einsetzen (Danke an dieser Stelle), fanden wiederum erneute Diskussionen mit versch. Stellen und den SBF statt, welche nun kürzlich einen erneuten Antrag der SPD an den JHA zur Folge hatten:

An den Oberbürgermeister
der Stadt Nürnberg
Dr. Ulrich Maly

Skaten in Nürnberg

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wie die aktuelle Diskussion zeigt, gibt es in Nürnberg eine steigende Nachfrage für das Skateboard fahren. Leider gibt es bisher aber zu wenig adäquate Flächen. Die Skaterszene in Nürnberg ist breit gefächert. Ihr gehören Kinder genauso an, wie junge Erwachsene. Die Wünsche und Ansprüche an die Skateanlagen sind deshalb höchst unterschiedlich. Die SPD-Fraktion hält es daher für sinnvoll, kurzfristig einen zentralen Standort für fortgeschrittene Skater und mittelfristig weitere Standorte im Stadtgebiet zu erschließen.
Zur Behandlung im nächsten Jugendhilfeausschuss stellt die SPD-Stadtratsfraktion folgenden Antrag:

Die Verwaltung wird gebeten:

1. über alle Standorte bestehender Skateanlagen und deren jeweiligen Zustand zu berichten.

2. zu prüfen und zu berichten, welche Möglichkeiten bestehen, den Standort „Splittertorgraben“ für fortgeschrittene Skater zu ertüchtigen. Die Verwaltung erstellt dazu auch ein Kostenkonzept.

3. zu prüfen, ob mit der „alten“ Rampe, die derzeit am Splittertorgraben steht, z. B. der Standort „Schweinauer Buck“ aufgewertet werden kann.

4. zu prüfen und zu berichten, ob der Standort Fuchsloch, der in der Jugendhilfeplanung durch den Titel „Spielen in der Stadt“ für Skater gesichert ist, zur Eigennutzung an den Skaterverein übergeben werden kann. Der Verein könnte, ähnlich wie bereits bei den „Dirtbikern“ geschehen, die Fläche in Eigenleistung (ggf. mit Unterstützung städtischer Dienststellen) für Skater nutzbar machen.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Vogel
Fraktionsvorsitzender


Auch eine öffentliche Pressemitteilung der SPD Stadtratsfraktion fand dazu den Weg in die Öffentlichkeit. Diese liest sich so:

Skaten in Nürnberg

SPD will das bisherige Angebot differenzieren und erweitern
Die SPD-Stadtratsfraktion will mehr Angebote für Skater schaffen. Zudem
sollen die Übungsmöglichkeiten besser am Können und am Anspruch der
Skater ausgerichtet werden. Anfangen will die SPD-Stadtratsfraktion mit
einem zentralen Standort für fortgeschrittene Skater am Spittlertorgraben.
SPD-Stadträtin Ilka Soldner weiß, dass „die Skaterszene in Nürnberg breit
gefächert ist. Ihr gehören Kindern genau so an, wie junge Erwachsene.
Ebenso unterschiedlich wie die Altersstruktur sind die Wünsche und
Ansprüche an die Skateanlagen. Diesen Ansprüchen gilt es in Nürnberg
gerecht zu werden.“
SPD-Stadträtin Claudia Arabackyj ergänzt: „Die bisherigen Skate-Angebote
sind hinsichtlich der Anforderungen an die Skater zwar gut, aber noch zu
wenig differenziert. Sie behandeln die Skater-Szene als einen homogenen
Block. Doch diesen gibt es nicht. In Zukunft müssen wir also an
verschiedenen Standorten versuchen, die unterschiedlichen Fähigkeiten und
Anforderungen widerzuspiegeln, welche in der Szene vorherrschen.“
Aus diesem Grund hat die SPD-Stadtratsfraktion einen Antrag an den
Jugendhilfeausschuss gestellt. Darin wird die Verwaltung der Stadt Nürnberg
aufgefordert, in Absprache mit der Skaterszene den Standort
Spittlertorgraben für Fortgeschrittene zu ertüchtigen.
Aufgewertet werden soll auch der Skate-Standort am Schweinauer Buck. Er
soll eine Rampe erhalten, die derzeit am Spittlertorgraben steht, bei einer
Modernisierung dort aber verzichtbar sein könnte. Dieser Umbau soll ein
Anfang für die Differenzierung und die Erweiterung des Skate-Angebotes in
Nürnberg sein.
Mittelfristig wird die SPD-Stadtratsfraktion darauf drängen – in Absprache mit
der Szene – weitere Standorte für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis zu
schaffen.

Was haltet ihr davon? Also mir persönlich bitzelt es gerade mehr als gewaltigst unter den Fingerkuppen! Ich hoffe mal euch geht es ähnlich. Der folgende Entscheid könnte das Startsignal in eine bessere Zukunft für Nürnbergs Skateboarder sein – Drückt die Daumen, wir tun es euch gleich.

Euer Vorstand

 

 

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